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Elektroniker/in für Energie- und Gebäudetechnik

Einstieg: Worum geht es?

Elektroniker/innen der Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik planen und installieren Anlagen der elektrotechnischen Energieversorgung und Infrastruktur von Gebäuden. Sie montieren z.B. Beleuchtungs- und Kommunikationsanlagen sowie elektronische Steuerungseinrichtungen, nehmen sie in Betrieb, warten und reparieren sie.

Wo arbeitet man, wo wird man eingesetzt?

Beschäftigt sind sie hauptsächlich in Betrieben des Elektrotechnikerhandwerks, z.B. bei technischen Gebäudeausrüstern oder Betrieben, die Beleuchtungs- und Signalanlagen für Straßen und Eisenbahnen installieren. Darüber hinaus finden sie Beschäftigung in der Überwachung, Wartung und Reparatur elektrischer Anlagen bei Flughafenbetrieben und Krankenhäusern. In der Immobilienwirtschaft arbeiten sie im Facility Management oder bei Hausmeisterdiensten, im Elektromaschinenbau in der Herstellung von Elektrizitätsverteilungs- und -schalteinrichtungen.

Einen großen Teil ihrer Arbeit erledigen sie an wechselnden Einsatzorten beim Kunden, zum Teil auch im Freien. Ansonsten arbeiten sie in Werkhallen und Werkstätten.

Und wann?

Elektroniker/innen der Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik arbeiten in der Regel tagsüber an Werktagen. Sind sie mit der Installation, Wartung oder Reparatur einer Anlage beim Kunden beschäftigt, können Überstunden anfallen, wenn sich unvorhersehbare Schwierigkeiten ergeben, sich ein Fehler nicht schnell beheben lässt oder die Anlage möglichst schnell wieder in Betrieb gesetzt werden soll. Liegt ihr Einsatzort weiter entfernt, können längere Fahrtzeiten anfallen. Wochenendarbeit oder Rufbereitschaft sind bei Unternehmen erforderlich, die Servicedienste anbieten, wie z.B. Hausmeisterdienste.

Wie wird hier gearbeitet, was macht man alles?

Elektroniker und Elektronikerinnen der Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik sind Spezialisten für die elektrische Energieversorgung und andere elektrotechnische Anlagen in Gebäuden aller Art. Sie planen und installieren nicht nur Sicherungen und Anschlüsse für Waschmaschinen und Herde, sondern auch Beleuchtungsanlagen, Torantriebe, Gebäudeleiteinrichtungen, Datennetze und die Steuerungs- und Regelungseinrichtungen von Heizungs-, Lüftungs- und Klimaanlagen. Hierfür erstellen sie Steuerungsprogramme, definieren Parameter, messen elektrische Größen und testen die Systeme. Das Installieren von Empfangs- und Breitbandkommunikationsanlagen sowie Fernmeldenetzen gehört ebenfalls zu ihren Aufgaben. Bei Wartungsarbeiten prüfen sie die elektrischen Sicherheitseinrichtungen, ermitteln Störungsursachen und beseitigen Fehler. Ggf. beraten sie Kunden über technische Neuheiten und geben Auskunft über die zu erwartenden Kosten einer Umrüstung. Elektroniker und Elektronikerinnen der Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik sind Elektrofachkräfte im Sinne der Unfallverhütungsvorschriften.

Womit arbeitet man?

Sie installieren, testen und reparieren elektrische und elektronische Anlagen und Geräte. Dazu gehören beispielsweise Schaltanlagen, Leuchten und haustechnische Elektrogeräte, aber auch elektronische Bauteile für Steuerungen sowie Mess- und Regeleinrichtungen. Sie montieren auch Datennetze, Breitbandkabel, Antennenanlagen sowie kommunikationstechnische Anlagen und Endgeräte. Bei der Montage von Photovoltaikanlagen hantieren sie mit Paneelen und Wechselrichtern und stellen die Einspeisung des Stroms ins öffentliche Netz sicher. Schwere und unhandliche Teile werden meist mit Kränen oder anderen Hebewerkzeugen auf die Dächer gebracht. Bei der Montage solcher Teile benutzen sie meist herstellerspezifische Haltekonstruktionen. Unter Umständen greifen sie auch selbst zu schwererem Gerät wie Bohrhämmer und Meißel, wenn etwa Durchbrüche durch Wände und Decken erforderlich sind. Meist mit Gips werden die Löcher und Schlitze wieder geschlossen.

Für ihre elektrischen Arbeiten benutzen sie Zangen, Schraubendreher, Lötkolben, Mess- und Prüfgeräte sowie Prüfprogramme. Sie verwenden Verbindungs- und Befestigungsmaterialien wie Kabel, Klemmen, Drähte und Steckverbinder für unterschiedliche Spannungen und Stromstärken.

Grundlage ihrer Arbeit sind Konstruktions-, Montage- und Schaltpläne, die teilweise in technischem Englisch geschrieben sind, sowie die einschlägigen Sicherheitsvorschriften für den Umgang mit Strom und die Regeln der Stromversorger bei der Einspeisung ins öffentliche Netz. Als Arbeitsunterlagen setzen sie Berechnungstabellen und Formelsammlungen ein. Für die Dokumentation, das Bestellen von Bauteilen, aber auch für Test- und Prüfarbeiten verwenden sie Computer und entsprechende Programme.

Sie sichern ihre Baustellen mit Gestellen, Bändern und Schildern und tragen häufig Arbeits- und Sicherheitskleidung.

Und mit wem?

Elektroniker/innen der Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik arbeiten teilweise allein, aber auch gemeinsam mit Kollegen und Kolleginnen. Als Fachkräfte, die verschiedene Gewerke integrieren, arbeiten sie projektbezogen z.B. mit elektrotechnischen und heizungs- und sanitärtechnischen Installationsfachkräften zusammen, mit Hausmeistern und Hausmeisterinnen, aber auch mit Ingenieuren/Ingenieurinnen aus dem Bereich Haustechnik und anderen Führungskräften des Facility Managements. Sie erhalten Anweisungen von Elektrotechnikermeistern und -meisterinnen, Baustellenleitern/Baustellenleiterinnen, Ingenieuren/Ingenieurinnen, technischen Leitern/Leiterinnen und Betriebsinhabern/Betriebsinhaberinnen. Häufig kommt es zu Kontakten mit Kunden, Eigentümern oder Nutzern von Gebäuden und Betriebsanlagen. Diese weisen sie in die Handhabung der Anlagen nach der Inbetriebnahme ein.

Zukunft: Was kommt später?

Nach der Ausbildung arbeiten Elektroniker/innen der Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik hauptsächlich in Betrieben des Elektrotechnikerhandwerks. Dort werden sie sich in der Regel spezialisieren und Aufgaben in der Montage und Inbetriebnahme oder der Instandhaltung und dem Kundendienst z.B. von Beleuchtungsanlagen, Energieversorgungsanlagen, Kommunikationsanlagen oder Gebäudeleitsystemen übernehmen.

Mit dem erfolgreichen Abschluss der Berufsausbildung ist die berufliche Bildung für Elektroniker/innen in der Energie- und Gebäudetechnik nicht beendet. Sie müssen stets über technische Neuerungen in ihrem Arbeitsgebiet, etwa im Bereich der Mikroelektronik oder der Informations- und Kommunikationstechnik, informiert sein. Dazu steht ihnen eine Vielzahl von Weiterbildungsmöglichkeiten offen. Mit Seminaren oder Lehrgängen zu Themen wie Elektrotechnik in der Haus- und Versorgungstechnik, elektrische Energietechnik, Lichttechnik, Blitzschutzanlagenbau oder auch Qualitätstechnik in Elektrotechnik/Elektronik können sie ihre Kenntnisse immer auf dem Laufenden halten.

Zur Ausbildung

Elektroniker/in ist ein anerkannter Ausbildungsberuf nach der Handwerksordnung (HwO). Die Ausbildungsdauer beträgt 3 1/2 Jahre.

Zugang:

In der Regel wird für den Zugang zur Tätigkeit eine abgeschlossene Ausbildung als Elektroniker/in der Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik oder im Vorläuferberuf Elektroinstallateur/in erwartet.

Ausgebildete Elektroniker/innen der Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik werden dem Arbeitsmarkt erst ab 2006 zur Verfügung stehen.

Vergütung:

Auszubildende erhalten eine monatliche Ausbildungsvergütung, deren Höhe tarifvertraglich festgelegt wird.

Die durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung pro Monat in Euro betrug im Jahr 2004 für diesen Ausbildungsberuf in den einzelnen Ausbildungsjahren:

Bereich Handwerk/ Alte Bundesländer:

1. Ausbildungsjahr: € 439

2. Ausbildungsjahr: € 480

3. Ausbildungsjahr: € 535

4. Ausbildungsjahr: € 585

 

Neue Bundesländer

1. Ausbildungsjahr: € 350

2. Ausbildungsjahr: € 396

3. Ausbildungsjahr: € 428

4. Ausbildungsjahr: € 456

 

Quelle:

Datenbank Ausbildungsvergütungen (DAV) des Bundesinstituts für Berufsbildung (BiBB)Die Daten der DAV resultieren aus regelmäßigen Auswertungen und Analysen der tariflichen Ausbildungsvergütungen durch das Bundesinstitut für Berufsbildung (BiBB). Sie werden jedes Jahr veröffentlicht.

 

Text-Quelle: www.berufenet.de

 

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