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Informationselektroniker/ in

Worum geht es?

Informationselektroniker/innen erbringen Serviceleistungen für informationstechnische Systeme. Sie verkaufen und reparieren z.B. Geräte der Bild- und Tontechnik oder richten Geräte der Datentechnik ein. Daneben beraten und schulen sie Kunden.

Wo arbeitet man, wo wird man eingesetzt?

Unternehmen, die sich dem Service von Geräten der Unterhaltungselektronik und der Datentechnik widmen, beschäftigen Informationselektroniker/innen. Dies schließt auch die entsprechenden Kommunikationsnetze, Leitungen und Geräte mit ein, wie etwa den Bau von Antennenanlagen, Datennetzen und Alarmanlagen. Beschäftigt werden sie auch von den Herstellern solcher Geräte und Anlagen. Darüber hinaus arbeiten sie im Groß- und Einzelhandel dieser Geräte, nicht nur als Fachleute für Reparaturen, sondern auch in der Kundenberatung. Bei Betreibern von Telefonnetzen können Informationselektroniker/innen ebenfalls tätig sein.

Beim Bau, bei der Wartung oder der Reparatur von leitungsgebundenen Kommunikationsnetzen arbeiten sie in den Räumen ihrer Privat- oder Geschäftskunden, in Wohnräumen, Bürogebäuden, Lager- und Produktionsstätten. Reparaturen beim Kunden beschränken sich in der Regel auf den Austausch von Geräten oder Baugruppen. Der eigentliche Ort für die Reparatur ist die Werkstatt und dort der Messplatz sowie die diversen Lager für Geräte, Ersatzteile und Dokumentationen. Häufig trifft man sie an den Servicestationen und in den Verkaufsräumen des Fachhandels.

Und wann?

Arbeiten Informationselektroniker/innen im Verkauf oder in den Reparaturannahmestellen, richtet sich ihre Arbeit an den Ladenöffnungszeiten ihres Betriebes aus, d.h., es ist auch Schichtarbeit möglich.

Sind sie in der Werkstatt zu Reparaturen eingesetzt, wird häufig tagsüber an Werktagen gearbeitet. In bestimmten Phasen, z.B. um Weihnachten, kann mit Überstunden gerechnet werden.

Beim Bau von Antennenanlagen oder beim Verlegen von Datenleitungen kann es leicht zu Überstunden kommen, etwa wenn unvorhersehbare bauliche Schwierigkeiten auftreten, die die Fertigstellung der Anlage verzögern. Ähnliches gilt bei der Auslieferung und dem Anschluss von Großgeräten beim Endkunden zu Stoßzeiten.

Wie wird hier gearbeitet, was macht man alles?

In den Werkstätten wird üblicherweise, außer in Stoßzeiten, tagsüber an Werktagen gearbeitet und nur selten ist ein Gerät so schwer, dass man Hilfe braucht. Im Anlagenbau, z.B. im Antennenbau, sind sie auf Hilfe angewiesen. Im Team arbeiten sie auf dem Dach und im Keller. Im Altbaubestand auf der Leiter von unten nach oben Löcher zu bohren, bringt manche Überraschung über den Zustand der Bausubstanz zu Tage. Bei solchen Einsätzen können leicht Überstunden anfallen.

Am Messplatz in der Werkstatt reparieren Informationselektroniker/innen eine Vielzahl unterschiedlicher Geräte der Datentechnik und Unterhaltungselektronik. Viele dieser Geräte bestehen nicht nur aus Platinen mit elektronischen Bauelementen, sondern wie bei Videorekordern beispielsweise auch aus empfindlichen mechanischen Bauteilen wie Capstanwellen, Bremsen und Antrieben. Hier ist Feinarbeit und hohe Konzentration erforderlich. Nicht selten ist ein solches Gerät nach einer vorsichtigen, aber gründlichen Reinigung mit wenig aggressiven Lösungsmitteln wieder funktionsfähig. Durch Messungen kreisen sie elektronische Fehler im Gerät ein. Dazu benützen sie Multimeter, Signalgeneratoren und Oszilloskope. Bei sehr kleinen Teilen arbeiten sie unter der Lupe. Wenn erforderlich löten sie mit Lötstation und Saugpumpe (zum Absaugen des flüssigen Lotes) auch Bauelemente aus, um sie dann durchzumessen und eventuell auszutauschen. Bei der Fehlersuche stehen ihnen teils umfangreiche technische Dokumentationen zur Verfügung, die häufig in technischem Englisch geschrieben sind. Bei der Arbeit am offenen und Strom führenden Gerät beachten sie die einschlägigen Sicherheitsvorschriften und benutzen Sicherheitseinrichtungen wie Trenntrafos. Zuweilen müssen sie auch auf steilen Dächern oder hohen Leitern arbeiten und dabei Sicherungsgeschirre anlegen.

Über die ständige Weiterentwicklung und Neuerungen bei den Bauelementen, Schaltungen und Geräten informieren sich Informationselektroniker/innen über die Fachpresse und das Internet. Auch der Kunde kann davon im Gespräch bei der Reparaturannahme profitieren.

Womit arbeitet man?

Bei der Reparatur von Geräten der Datentechnik und Unterhaltungselektronik arbeiten Informationselektroniker/innen mit Strom führenden und spannungsführenden Teilen, die teilweise völlig ohne Gefahr mit den Händen angefasst werden können. Sie kennen aber auch die Baugruppen, bei denen hier Gefahr droht. Daher gelten die Kenntnis und Einhaltung der Sicherheitsvorschriften und Sicherheitseinrichtungen als oberste Regel, selbst wenn die Zeit drängt.

Sie arbeiten mit einer Vielzahl von sehr unterschiedlichen Bauelementen und Baugruppen, wie z.B. Widerständen und Kondensatoren, integrierten Schaltkreisen, Schaltbausteinen für Digitaltechnik, etwa Mikroprozessoren. Mit Mess- und Prüfgeräten versuchen sie, defekte Teile aufzuspüren, um sie dann zu ersetzen. Bei sehr kleinen Teilen arbeiten sie unter der Lupe. Wenn erforderlich löten sie mit Lötstation und Saugpumpe (zum Absaugen des flüssigen Lotes) auch Bauelemente aus. Sie arbeiten auch mit mechanischen Teilen und Baugruppen, z.B. Riemen und Kupplungen oder Elektromotoren. Bei manchen Einstell- und Justierungsarbeiten benutzen sie teure Spezialwerkzeuge. Auch Reinigungs- und Lösungsmittel wenden sie an. Als Arbeitsgrundlage dienen ihnen die teils umfangreichen Dokumente, Schaltpläne, Stücklisten, Platinenlayouts und Messvorschriften der Hersteller, die häufig in einfachem technischen Englisch geschrieben sind.

Im Antennenbau und beim Verlegen von Leitungen arbeiten sie mit Bohrhämmern und Meißeln, mit Ankern und Dübeln. Für die Arbeit auf Dächern benutzen sie Leitern und z.T. Sicherheitsausrüstung.

Und mit wem?

In Werkstätten arbeiten Informationselektroniker/innen in der Regel allein, auch wenn noch andere Kollegen und Kolleginnen an den Nachbarplätzen arbeiten und um Rat und Hilfe gefragt werden können.

Im Verkaufsraum beraten sie Kunden und geben diesen kompetente und verständliche Erklärungen. An Reparaturannahmestellen besprechen sie mit Kunden z.B. Garantiefragen. Hier kann es helfen, wenn sie sich mit Kunden auch in einer Fremdsprache verständigen können.

Bei der Installation von Anlagen wird praktisch immer im Team, meistens aus zwei Fachkräften bestehend, gearbeitet.

Zukunft: Was kommt später?

Informationselektroniker und Informationselektronikerinnen haben nach der Berufsausbildung eine Vielzahl von Einsatz- und Spezialisierungsmöglichkeiten, vor allem im Informationstechnikerhandwerk. Entsprechend ihrer Ausbildung sind sie auf die Schwerpunkte Bürosystemtechnik oder Geräte- und Systemtechnik spezialisiert. Betriebsintern können sie sich auf einzelne Aufgabenbereiche konzentrieren, z.B. Montage, Fertigung, Kundendienst, Vertrieb oder Qualitätssicherung. Sie können sich auch zu Spezialisten für bestimmte Produktgruppen entwickeln wie z.B. Telekommunikations- und Satellitenanlagen, TV-Geräte, DVD- oder CD-Player, Hi-Fi-Anlagen, Computer, Monitore, Digitalkameras oder Videogeräte.

Mit dem erfolgreichen Abschluss der Berufsausbildung ist die berufliche Bildung nicht beendet. Gerade die Informations- und Telekommunikationstechnik ist durch die schnelle technologische Entwicklung der Computer- und Telekommunikationstechnologien und die wachsenden Bedürfnisse der Informationsgesellschaft zur Innovationsbranche schlechthin geworden. Um mit den Entwicklungen Schritt halten zu können, ist eine ständige berufliche Weiterbildung erforderlich. In Seminaren und Kursen zu Themen wie Rundfunk- und Fernsehtechnik, Videotechnik, Kommunikationssysteme, Datenfernübertragung und Datenfernverarbeitung, Telekommunikation, informationstechnische Verkabelung oder Mikrocomputer, Mikroprozessoren in technischen Bereichen können sie ihre Kenntnisse immer aktuell halten.

Aufstiegsorientierte Informationselektroniker/innen können auch eine Fortbildung absolvieren, z.B. als Informationstechnikermeister/in oder Elektrotechniker/in für Information/Kommunikation.

Zur Ausbildung

Dieser Beruf wird in Service- und Reparaturbetrieben, aber auch bei Herstellern von informations- und kommunikationstechnischen Systemen und von Geräten der Unterhaltungselektronik sowie im entsprechenden Fachhandel in den folgenden Schwerpunkten ausgebildet:

  • Bürosystemtechnik

  • Geräte- und Systemtechnik

Die Ausbildung dauert 3 1/2 Jahre.

Informationselektroniker/innen werden in Handwerksbetrieben ausgebildet. Die Auszubildenden erhalten von den Unternehmen eine monatliche Ausbildungsvergütung.

Für die Auszubildenden ist die Ausbildung im Betrieb kostenfrei. Allerdings können für den Berufsschulunterricht - je nach Berufsschulstandort - sowie für Lehrgänge in überbetrieblichen Berufsbildungsstätten anteilig Fahrtkosten und Kosten für auswärtige Unterbringung entstehen. Über Förderungsmöglichkeiten für Auszubildende und Lehrgangsteilnehmer/innen informiert die Agentur für Arbeit.

Auszubildende erhalten eine monatliche Ausbildungsvergütung, deren Höhe tarifvertraglich festgelegt wird.

Die durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung pro Monat in Euro betrug im Jahr 2004 für diesen Ausbildungsberuf in den einzelnen Ausbildungsjahren:

Bereich Handwerk/ Alte Bundesländer:

1. Ausbildungsjahr: € 439

2. Ausbildungsjahr: € 480

3. Ausbildungsjahr: € 535

4. Ausbildungsjahr: € 584

Neue Bundesländer:

1. Ausbildungsjahr: € 350

2. Ausbildungsjahr: € 396

3. Ausbildungsjahr: € 428

4. Ausbildungsjahr: € 456

 

Quelle: Datenbank Ausbildungsvergütungen (DAV) des Bundesinstituts für Berufsbildung (BiBB). Die Daten der DAV resultieren aus regelmäßigen Auswertungen und Analysen der tariflichen Ausbildungsvergütungen durch das Bundesinstitut für Berufsbildung (BiBB). Sie werden jedes Jahr veröffentlicht.

 

Text-Quelle:www.berufenet.de

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