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Systemelektroniker/in

Worum geht es?

Systemelektroniker/innen entwickeln elektrische und elektronische Komponenten, Geräte und Systeme, stellen Muster und Einzelstücke her, planen und überwachen die Serienfertigung. Sie halten bzw. setzen elektronische Geräte und Systeme instand und beraten Kunden.

Wo arbeitet man, wo wird man eingesetzt?

Beschäftigung finden sie hauptsächlich in Betrieben des Elektrotechnikerhandwerks, aber auch in der Elektroindustrie können sie tätig sein. Sie arbeiten bei Herstellern von Mess-, Steuer- und Regelungseinrichtungen und elektrischen Ausrüstungen. Auch in der Herstellung und der Reparatur von Büromaschinen, Computern, phono-, video- und medizintechnischen Geräten wird ihre Fachkompetenz benötigt. Darüber hinaus können sie in der Forschung und Entwicklung im Bereich Mathematik, Ingenieur- und Naturwissenschaften Beschäftigung finden.

In der Produktion und Reparatur arbeiten sie überwiegend in Werkstätten bzw. Werkhallen, aber auch im Freien. Bei der Installation und Wartung von Systemen und Geräten sind sie beim Kunden tätig.

Und wann?

Systemelektroniker/innen arbeiten häufig in der Fünf-Tage-Woche. Bei Terminarbeiten kann es auch bei der Produktion oder Reparatur von Geräten und Systemen zu Überstunden kommen, teilweise muss unter Zeitdruck gearbeitet werden. In Betrieben mit Service- bzw. Bereitschaftsdienst kann auch Wochenendarbeit anfallen.

Bei der Montage und Wartung beim Kunden können längere Fahrtzeiten, Überstunden und auch Übernachtungen fern vom Wohnort nötig werden.

Wie wird hier gearbeitet, was macht man alles?

Systemelektroniker/innen arbeiten in der Firmenwerkstatt oder direkt bei den Kunden vor Ort. Sie bauen elektronische Geräte und Systeme zusammen und nehmen diese in Betrieb, führen aber auch Prüf-, Wartungs- und Reparaturarbeiten aus. Häufig arbeiten sie im Team. Sie führen ihre Arbeiten eigenverantwortlich und selbstständig nach Arbeitsauftrag durch, beachten bei der Ausübung ihrer Tätigkeit die einschlägigen Sicherheitsvorschriften und stimmen sich mit ihren Arbeitskollegen ab. In der Produktion und bei der Reparatur in der Werkstatt arbeiten sie in der Regel im Sitzen oder Stehen. Beim Verlegen von Stromleitungen benützen sie auch Leitern oder ähnliche Hilfen.

Leicht kann es bei der Montage und Wartung von Geräten und Systemen zu Überstunden kommen, wenn unvorhersehbare Probleme auftreten. Bei weiter entfernten Einsatzorten fallen längere Fahrtzeiten und auch Übernachtungen fern vom Wohnort an. Im Service- bzw. Bereitschaftsdienst wird auch am Wochenende gearbeitet.

Sie nutzen z.B. das Internet, um sich über wichtige Entwicklungen im Bereich der Elektrotechnik auf dem Laufenden zu halten. Die Beratung der Kunden, die Einweisung und Erklärung der Geräte und Systeme, bei der auch die Sicherheitshinweise nicht vernachlässigt werden, machen einen wichtigen Bereich ihrer Tätigkeit aus. Mit einigen ihrer Kunden, die aus dem Ausland stammen, können sie sich dabei nur in einer fremden Sprache verständigen.

Womit arbeitet man?

Systemelektroniker/innen stellen elektronische Komponenten, Geräte und Systeme her und richten Produktions- und Fertigungsanlagen ein.

Bei der Gerätemontage verarbeiten sie Metall- und Kunststoffgehäuse, elektronische und mechanische Bauteile sowie elektromechanische, -pneumatische und -hydraulische Komponenten. Sie verbinden die einzelnen Baugruppen mit Drähten, bauen Schalter ein, installieren die Steuer- und Regelungseinheiten und verlegen Kabel und Leitungen. Zum Einsatz kommen dabei u.a. Elektronikzangen, Lötkolben, Schraubenzieher und Kabelmesser sowie verschiedene elektronische Mess- und Prüfgeräte. Zur Installation von Systemkomponenten passen sie Gerätetreiber und andere Softwarekomponenten an. Ferner erstellen sie auch eigene Programmteile und programmieren Testroutinen.

Bei der Montage der Geräte und Systeme verlegen sie Energie- und Erdleitungen. Sie bringen Schutzeinrichtungen und Verkleidungen an die Systeme an, montieren Schaltschränke und Antriebe. An die Geräte und Systeme bringen sie Visualisierungs- und Steuerungseinrichtungen an.

Grundlage ihrer Arbeit sind Schalt- und Installationspläne, Programmablaufpläne und Schaltbilder. Häufig sind ihre internen Hard- und Softwaredokumentationen, die sie verwenden, in Englisch geschrieben. Sie beachten bei der Produktion, Reparatur und Montage die einschlägigen Sicherheitsbestimmungen und -einrichtungen und gehen nach Montage- und Bedienungsanleitungen vor.

Und mit wem?

Systemelektroniker/innen arbeiten teils allein, teils mit anderen Fachkräften der Elektrotechnik im Team zusammen, z.B. bei der Montage oder Wartung größerer Anlagen. Sie stimmen sich ggf. mit Mitarbeitern anderer Betriebsabteilungen wie Lager oder Konstruktion ab. Elektrotechnikermeister und -meisterinnen leiten sie bei ihren Arbeiten an und erteilen ihnen die nötigen Anweisungen. Bei Montage- und Installationsarbeiten weisen sie Kunden in die Bedienung der Systeme ein. Da die von ihnen produzierten Systeme auch ins Ausland verkauft werden, kommen sie bei Montage- und Wartungsarbeiten auch mit fremdsprachigen Personen in Kontakt.

Zukunft: Was kommt später?

Nach der Ausbildung arbeiten Systemelektroniker/innen hauptsächlich in Handwerksbetrieben, z.B. für die Herstellung elektrischer Geräte für die Medizintechnik, die Mess- und Prüftechnik oder die Telekommunikation. Dort werden sie sich in der Regel spezialisieren und Aufgaben in der Gerätefertigung übernehmen, in der Prüfung, Reparatur, Qualitätssicherung oder bei der Entwicklung elektrischer Geräte.

Mit dem erfolgreichen Abschluss der Berufsausbildung ist die berufliche Bildung für Systemelektroniker/innen jedoch nicht beendet. Sie müssen stets über technische Neuerungen in ihrem Arbeitsgebiet und damit zusammenhängende Änderungen der Arbeitstechniken und Arbeitsmittel informiert sein. Dazu steht ihnen eine Vielzahl von Weiterbildungsmöglichkeiten offen. In Seminaren oder Lehrgängen zu Themen wie Automatisierungstechnik, elektrische Messtechnik, Mikrocomputer-, Mikroprozessortechnik, Informationstechnik, Computertechnik sowie auch Qualitätstechnik in der Elektrotechnik/Elektronik können sie ihre Kenntnisse immer aktuell halten.

Weiterbildung kann auch der Schlüssel zum Aufstieg in leitende Funktionen sein. So können Systemelektroniker/innen z.B. die Prüfung als Elektrotechnikermeister/in ablegen oder eine Fortbildung als Elektrotechniker/in mit Schwerpunkt Automatisierungstechnik absolvieren.

Zur Ausbildung

Die Ausbildungsdauer beträgt 3 1/2 Jahre.

Grundsätzlich wird - wie bei allen anerkannten, nach dem Berufsbildungsgesetz oder der Handwerksordnung geregelten Ausbildungsberufen - keine bestimmte schulische oder berufliche Vorbildung rechtlich vorgeschrieben.

Tatsächlich stellen die Betriebe überwiegend angehende Systemelektroniker/innen mit einem mittleren Bildungsabschluss ein. Etwas weniger als ein Viertel besitzt dagegen den Hauptschulabschluss , während jene mit Hochschulreife ein Zehntel der Ausbildungsanfänger/innen stellen.

Eine Starthilfe zum Ausbildungszugang bietet Jugendlichen ohne Ausbildungsplatz das Sonderprogramm zur Einstiegsqualifizierung (EQJ).

Die Berufsausbildung im Ausbildungsberuf Systemelektroniker/in erfolgt im Ausbildungsbereich des Handwerks. Die Auszubildenden erhalten eine monatliche Vergütung, die auch tarifvertraglich geregelt sein kann.

Ausbildung und Ausbildungsmittel sind für die Auszubildenden kostenfrei. Kosten bzw. Kostenbeiträge können jedoch bei Ausbildungsmaßnahmen außerhalb der Ausbildungsstätte und für Lernmittel entstehen.

 

Auszubildende erhalten eine monatliche Ausbildungsvergütung, deren Höhe tarifvertraglich festgelegt wird.

Beispielhafte tarifliche Ausbildungsvergütungen im Elektrohandwerk pro Monat in den einzelnen Ausbildungsjahren (Stand: 01.07.04):

Alte Bundesländer:

Sofern Systemelektroniker/innen in den Tarifgebieten Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Rheinhessen, Pfalz oder Saarland ausgebildet werden, erhalten sie je nach Tarifgebiet folgende Ausbildungsvergütungen:

1. Ausbildungsjahr: € 355 bis € 477

2. Ausbildungsjahr: € 385 bis € 513

3. Ausbildungsjahr: € 435 bis € 569

4. Ausbildungsjahr: € 475 bis € 637

Neue Bundesländer:

Sofern Systemelektroniker/innen in den Tarifgebieten Sachsen oder Thüringen ausgebildet werden, erhalten sie je nach Tarifgebiet folgende Ausbildungsvergütungen:

1. Ausbildungsjahr: € 360

2. Ausbildungsjahr: € 380 bis € 385

3. Ausbildungsjahr: € 410

4. Ausbildungsjahr: € 435 bis € 440

 

Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit, Tarifauswertung - Tarifvertragliche Ausbildungsvergütungen - Alte Bundesländer, Stand: 01.07.04. Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit, Tarifauswertung - Tarifvertragliche Ausbildungsvergütungen - Neue Bundesländer, Stand: 01.07.04.

 

Text-Quelle: www.berufenet.de

 

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