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Industriemechaniker/innen stellen die unterschiedlichsten Geräte und Produktionsanlagen her, richten sie ein oder bauen sie um. Sie überwachen und optimieren Fertigungsprozesse und übernehmen Reparatur- und Wartungsaufgaben. Industriemechaniker/innen arbeiten entweder im Maschinenbau in der Herstellung komplexer maschineller Fertigungssysteme. Oder sie sind in Industriebetrieben all derjenigen Branchen beschäftigt, die diese Anlagen einsetzen. Arbeitgeber sind dann z.B. die Elektroindustrie, der Fahrzeugbau, die Chemie- oder die Nahrungsmittelindustrie.
Einen Großteil ihrer Arbeitszeit sind sie an und mit Maschinen beschäftigt, in den Werkhallen ihres Arbeitgebers oder - als Servicekraft - in denen des Kunden. Wenn sie komplizierte Wartungs- oder Reparaturaufträge nicht vor Ort ausführen können, bauen sie Maschinen oder Teile aus und erledigen die erforderlichen Arbeiten mit Hilfe von Spezialwerkzeugen in der Werkstatt. Betreuen sie die Kunden eines Maschinenbaubetriebes, sind sie viel im Firmenfahrzeug zu den Betrieben der Kunden in ganz Deutschland und auch im Ausland unterwegs. Industriemechaniker/innen sind vielfältig einsetzbar, und je nach Arbeitgeber unterscheiden sich ihre Arbeitszeiten. Z.B. arbeiten sie im kleinen Spezialmaschinenbaubetrieb montags bis freitags tagsüber, im großen Autowerk in Wechselschicht, zuweilen auch nachts oder am Wochenende. Sind dringende Aufträge innerhalb der regulären Arbeitszeit nicht zu schaffen, leisten sie Überstunden. Ob Maschinenbau, Elektroindustrie, Fahrzeugbau oder feinmechanische Industrie: Überall, wo kleine und große Maschinen(teile) hergestellt und eingesetzt werden, können Industriemechaniker/innen eine Beschäftigung finden. Meist gehen sie ihrer Arbeit in Werkhallen bei künstlichem Licht nach, bedienen von Leitständen aus Maschinen oder reparieren diese. Nicht immer können sie dabei stehen oder sitzen; in unbequemeren Haltungen wie in der Hocke oder auf den Knien erreichen sie schwer zugängliche Anlagenteile. Manchmal müssen sie hierzu auch auf Leitern und Gerüste steigen.
Überwiegend ist ihre Tätigkeit leicht oder nur mäßig schwer. Doch gelegentlich kann ein Maschinenteil nicht mit Kran und Flaschenzug in seine endgültige Position gehievt werden. Dann müssen Industriemechaniker/innen auch einmal schwerere Lasten heben. Bei der Arbeit an laufenden Maschinen und bei der Metallbearbeitung sind Lärm, Vibrationen, Staub und unangenehme Gerüche nicht zu vermeiden. Schmieröl, Kühlmittel, Strom führende und scharfkantige Teile stellen weitere potenzielle Gesundheitsgefahren dar. Daher tragen sie vielfach Schutzkleidung wie Handschuhe, Sicherheitsschuhe, Gehörschutz oder Schutzmasken.
Abhängig vom jeweiligen Auftrag arbeiten sie alleine oder im Team. Stets begleiten sie Unterlagen verschiedener Art, Montage- und Wartungspläne, Programmlisten, Schaltbilder oder Normenhandbücher. An diese müssen sie sich unbedingt halten, auch wenn sie ansonsten eigenständig zu Werke gehen. Schichtarbeit ist für Industriemechaniker/innen keine Seltenheit, und teilweise führt ihr Beruf sie weit weg von ihrem Wohnort, auf Maschinenmontage in alle Teile Deutschlands und auch ins Ausland. Je nach Einsatzgebiet stellen Industriemechaniker/innen z.B. Industrieroboter und Fertigungsstraßen oder feinmechanische Geräte wie Mikroskope her, richten Produktionsanlagen aller Art ein und überwachen deren Lauf oder halten Anlagen instand. Sie arbeiten mit Maschinen, die von Hand einzustellen sind (konventionelle Fräs-, Dreh-, Bohr- und Schleifmaschinen), computergesteuerten Maschinen (CNC-Maschinen) und Handwerkzeugen wie Feilen, Sägen oder Schweißgeräten. CNC-Maschinenprogramme lesen Industriemechaniker/innen in den Arbeitsspeicher der Maschine ein. Sie gehen bei Montagearbeiten mit den unterschiedlichsten Maschinenbauteilen um, etwa mit Achsen und Wellen, mit Zahnrädern, Schrauben, Muttern, Bolzen und anderen Normteilen. Auch elektronische Steuerungskomponenten für Maschinen und Geräte montieren sie. Mit Messgeräten wie Messschiebern und -schrauben oder Feinmessuhren, die mit einer Genauigkeit zwischen einem zehntel bzw. einem hundertstel Millimeter messen, überprüfen sie die Übereinstimmung der Ist- mit den Soll-Maßen. Ggf. füllen sie Kühl- und Schmiermittel oder Hydraulikflüssigkeiten in Maschinen ein und transportieren schwere Werkstücke mit Gabelstaplern, Kränen und anderen Hebe- bzw. Transporteinrichtungen.
Arbeitsgrundlage sind immer technische Zeichnungen, Stücklisten, Wartungspläne, Normenhandbücher, Prüfprotokolle und andere Unterlagen. Auch am Computer arbeiten sie, etwa um Arbeitspläne oder technische Unterlagen zu erstellen oder Berechnungen durchzuführen. Andere moderne Informations- und Kommunikationstechniken wie beispielsweise E-Mail und Internet gehören meist ebenfalls zum betrieblichen Alltag. Teamarbeit ist in diesem Beruf wichtig. So arbeiten Industriemechaniker/innen im Team, wenn die Erledigung eines Auftrags geplant und der Auftrag ausgeführt wird. Sie arbeiten dabei zum Beispiel mit Ingenieuren und Ingenieurinnen zusammen oder mit anderen Fachkräften der Metallbe- und -verarbeitung. Die Installation elektrischer Anschlüsse wird gemeinsam mit Elektrofachkräften vorgenommen. Auch mit Kollegen und Kolleginnen aus vor- und nachgelagerten Bereichen des Betriebs muss man sich abstimmen, damit Qualitätsstandards eingehalten und Prozessabläufe, Fertigungsqualität und Arbeitssicherheit verbessert werden können. Im Servicebereich haben Industriemechaniker/innen Kontakt zu Kunden und deren Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen. Industriemechaniker/innen werden in der Herstellung, Instandhaltung und Überwachung von technischen Systemen eingesetzt. Sie sind mit der Einrichtung, Umrüstung und Inbetriebnahme von Produktionsanlagen betraut. Typische Einsatzgebiete sind Fertigung und Instandhaltung im Maschinen- und Anlagenbau, im Fahrzeug- und Feingerätebau sowie in den verschiedensten Branchen, in denen maschinentechnische Produktionsanlagen gewartet und eingerichtet werden müssen.
Mit dem erfolgreichen Abschluss der Berufsausbildung ist die berufliche Bildung für Industriemechaniker/innen nicht beendet. Die industrielle Metallbearbeitung ist von stetigen Weiterentwicklungen und Veränderungen geprägt. Um mit den Entwicklungen Schritt halten zu können, ist Weiterbildung wichtig. Durch Seminare zu Themen wie Betriebsanlagenmechanik und -überwachung, Instandhaltung, Instandsetzung, Wartung, Maschinenbau, -mechanik, Motorenkunde, NC-/CNC-/DNC-Technik, Hybride Steuerungstechnik (Hydraulik, Pneumatik, Elektro) oder Feinwerktechnik bzw. -mechanik können sich die Fachkräfte beruflich auf dem Laufenden halten.
Weiterbildung ist auch der Schlüssel zum Aufstieg in leitende Funktionen. Nach entsprechender Berufspraxis können Industriemechaniker/innen z.B. die Prüfung als Industriemeister/in der Fachrichtung Metall ablegen, eine Fortbildung zum Maschinentechniker bzw. zur Maschinentechnikerin absolvieren oder sich zum Konstrukteur bzw. zur Konstrukteurin fortbilden.
Für Personen mit einer Hochschulzugangsberechtigung ist ebenso ein Studium denkbar, z.B. des Maschinenbaus. Industriemechaniker/in ist ein anerkannter Ausbildungsberuf nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG).
Der Monoberuf wird ohne Spezialisierung nach Fachrichtungen oder Schwerpunkten in der Industrie ausgebildet, verfügt jedoch über Differenzierungsmöglichkeiten durch betriebliche Einsatzgebiete.
Die Ausbildung erfolgt in der Regel im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule .
Eine schulische Ausbildung wird ebenfalls angeboten.
Die Ausbildung dauert 3 1/2 Jahre.
Zugang:
Grundsätzlich wird - wie bei allen anerkannten, nach dem Berufsbildungsgesetz oder der Handwerksordnung geregelten Ausbildungsberufen - keine bestimmte schulische oder berufliche Vorbildung rechtlich vorgeschrieben.
Die Betriebe stellen überwiegend Auszubildende mit mittlerem Bildungsabschluss ein. Ein gutes Viertel besitzt den Hauptschulabschluss .
Eine Starthilfe zum Ausbildungszugang bietet Jugendlichen ohne Ausbildungsplatz das Sonderprogramm zur Einstiegsqualifizierung (EQJ). Informationen zur Einstiegsqualifizierung "Metall - Bauteileherstellung" finden Sie unter:
Einstiegsqualifizierung
Grundsätzlich wird - wie bei allen anerkannten, nach dem Berufsbildungsgesetz oder der Handwerksordnung geregelten Ausbildungsberufen - keine bestimmte schulische oder berufliche Vorbildung rechtlich vorgeschrieben.
Die Betriebe stellen überwiegend Auszubildende mit mittlerem Bildungsabschluss ein. Ein gutes Viertel besitzt den Hauptschulabschluss .
Eine Starthilfe zum Ausbildungszugang bietet Jugendlichen ohne Ausbildungsplatz das Sonderprogramm zur Einstiegsqualifizierung (EQJ). Informationen zur Einstiegsqualifizierung "Metall - Bauteileherstellung" finden Sie unter:
Einstiegsqualifizierung
Vergütung:
Die Berufsausbildung im Ausbildungsberuf Industriemechaniker/in erfolgt im Ausbildungsbereich Industrie und Handel. Die Auszubildenden erhalten eine monatliche Vergütung, die auch tarifvertraglich geregelt sein kann.
Ausbildung und Ausbildungsmittel sind für die Auszubildenden kostenfrei. Kosten bzw. Kostenbeiträge können jedoch bei Ausbildungsmaßnahmen außerhalb der Ausbildungsstätte und für Lernmittel entstehen.
Nach § 59 Sozialgesetzbuch III wird die Berufsausbildung unter bestimmten Voraussetzungen mit Berufsausbildungsbeihilfe gefördert: Informationen der Bundesagentur für Arbeit zur Berufsausbildungsbeihilfe
Auszubildende erhalten eine monatliche Ausbildungsvergütung, deren Höhe meist tarifvertraglich festgelegt wird.
Die durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung pro Monat für den Ausbildungsberuf Industriemechaniker/in betrug im Jahr 2005:
Bereich Industrie und Handel/ Alte Bundesländer:
1. Ausbildungsjahr: € 678
2. Ausbildungsjahr: € 721
3. Ausbildungsjahr: € 779
4. Ausbildungsjahr: € 832
Neue Bundesländer:
1. Ausbildungsjahr: € 623
2. Ausbildungsjahr: € 667
3. Ausbildungsjahr: € 720
4. Ausbildungsjahr: € 763
Quelle:Datenbank Ausbildungsvergütungen (DAV) des Bundesinstituts für Berufsbildung (BiBB). Die Daten der DAV resultieren aus regelmäßigen Auswertungen und Analysen der tariflichen Ausbildungsvergütungen durch das Bundesinstitut für Berufsbildung (BiBB). Sie werden jedes Jahr veröffentlicht.
Text-Quelle: www.berufenet.de
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