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Konstruktionsmechaniker/innen stellen Metallbaukonstruktionen, Industriemaschinen, Förderanlagen und auch Schiffe her. Sie fertigen einzelne Bauteile aus Blechen, Profilen und Rohren durch manuelle und maschinelle Verfahren und montieren sie. Konstruktionsmechaniker/innen können überall dort arbeiten, wo größere Metallkonstruktionen hergestellt und montiert werden. Beschäftigungsmöglichkeiten bieten ihnen z.B. das Baugewerbe sowie der Behälter-, Fahrzeug- und der Maschinenbau.
In Werkhallen bereiten sie Metallteile für Konstruktionen vor, die später beispielsweise ein Aufzug oder die Wand eines riesigen Containerschiffes werden sollen. Montiert werden die Erzeugnisse häufig erst beim Kunden selbst, auf der Baustelle, der Werft, im Industriebetrieb. Nicht immer haben die Fachkräfte dabei ein Dach über dem Kopf, arbeiten auch im Freien oder in halbfertigen Rohbauten. Konstruktionsmechaniker/innen haben viele verschiedene Beschäftigungsmöglichkeiten, die sich auch von den Arbeitszeiten her unterscheiden. Im kleineren Metall- und Anlagenbaubetrieb z.B. arbeiten sie montags bis freitags tagsüber. Im Fahrzeug- und Schiffbau müssen sie mit Wechselschichten inkl. Nachtarbeit rechnen. Im Baugewerbe kann sich hoher Termindruck mit Auftragsflauten abwechseln. Dann leisten sie bei Bedarf Überstunden und gehen ihrem Beruf auch samstags nach bzw. arbeiten in auftragsschwachen Zeiten weniger als vertraglich vereinbart. Teamarbeit ist in diesem Beruf die Regel, vor allem wenn die Erledigung komplexer Aufträge geplant werden muss und auch bei der Durchführung der Arbeiten. Schicht-, aber auch Nachtarbeit kann erforderlich sein.
Vor allem bei der Montage, aber auch beim Handhaben der Werkzeuge, Geräte und Maschinen arbeiten Konstruktionsmechaniker/innen häufig in Zwangshaltungen: im Bücken, Hocken, Knien oder über Kopf.
Beim Brennschneiden, Bohren, Fräsen und Schleifen in den Fertigungs- und Werkhallen sind Maschinenlärm und Metallstaub unvermeidbar. An Maschinen und Förderanlagen kommen Konstruktionsmechaniker/innen oft mit Metallabrieb, Schmier- und Kühlmitteln in Berührung. Bei Schweißarbeiten entstehen Gerüche, Rauchgase, Dämpfe, gefährliche Lichtstrahlen und starke Hitze. Während der Montage an wechselnden Einsatzorten und im Freien sind sie Kälte, Zugluft und Nässe ausgesetzt.
Da es häufig Termindruck gibt, müssen Konstruktionsmechaniker/innen mit Stress zurechtkommen. Vor Unfallgefahr, etwa durch scharfe Kanten und Ecken oder beim Schweißen, schützen sie sich mit entsprechender Arbeitskleidung wie Schutzhelm, Arbeitshandschuhen, Sicherheitsschuhen, Schutzmasken, Schweißerbrille und -schilden. Bei der Montage arbeiten sie auf Leitern und Gerüsten, auch in großen Höhen, zum Teil auf Kränen: Hier besteht ebenfalls Unfallgefahr. Arbeitsschutz- und Unfallverhütungsbestimmungen sind zu berücksichtigen. Konstruktionsmechaniker/innen stellen Bauteile oder komplette Produkte aus Metallen her. Die Spannweite reicht dabei von Lüftungsschächten über Karosserien bis hin zu ganzen Schiffen. Ihre Arbeitsmaterialien sind meist Stahl und Aluminium, die häufig zusammen mit Kunststoffteilen verbaut werden. Metalle liegen in Form von Blechen unterschiedlicher Stärke und Größe oder als Profile vor. Konstruktionsmechaniker/innen gehen mit Handwerkzeugen wie etwa Hämmern und Feilen, mit handgeführten und stationären Bohrmaschinen, aber auch mit CNC-gesteuerten Maschinen, Bohr- und Fräsmaschinen, Brennschneidautomaten und Schweißanlagen um. Arbeiten sie an großdimensionierten Bauteilen, ist oft der Einsatz von Arbeitsbühnen, Kettenzügen und Kränen erforderlich. Sie verwenden Prüf- und Messgeräte, etwa Messschieber und Winkelmesser. Steuerungen und Antriebsvorrichtungen bauen sie beispielsweise in fertige Aufzüge ein. Zu ihren Arbeitsunterlagen gehören ferner technische Zeichnungen, Montage- und Demontagepläne, Handbücher mit ISO-, DIN- oder Euro-Normen sowie Prüfprotokolle.
Auch am Computer arbeiten Konstruktionsmechaniker/innen, etwa um Arbeitspläne oder technische Unterlagen zu erstellen oder Berechnungen durchzuführen. Andere moderne Informations- und Kommunikationstechniken wie beispielsweise E-Mail und Internet gehören meist ebenfalls zum betrieblichen Alltag. Teamarbeit ist in diesem Beruf wichtig. So arbeiten Konstruktionsmechaniker und -mechanikerinnen meist im Team, wenn die Erledigung eines komplexen Auftrags geplant wird und auch bei der Durchführung der Arbeiten. Sie arbeiten dabei zum Beispiel mit Schweißfachleuten, Technikern und Technikerinnen, Ingenieuren und Ingenieurinnen, Bauleitern und -leiterinnen oder Kranführern und -führerinnen zusammen oder mit anderen Fachkräften der Metallbe- und -verarbeitung. Zusammenarbeit ist immer wieder auch mit Kollegen und Kolleginnen aus vor- und nachgelagerten Bereichen im Betrieb erforderlich, damit Qualitätsstandards eingehalten und Prozessabläufe, Fertigungsqualität und Arbeitssicherheit verbessert werden können. Im Servicebereich stehen Konstruktionsmechaniker/innen im Kontakt zu Kunden und zu Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen des Auftraggebers. Bei Schweißarbeiten an sicherheitsrelevanten Metallverbindungen haben sie auch Kontakt zu Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von Überwachungsbehörden und zu Gutachtern und Gutachterinnen (zum Beispiel des TÜV). Konstruktionsmechaniker/innen werden vor allem im Metall- und Fahrzeugbau sowie im Maschinen- und Anlagenbau gebraucht. Typische Einsatzgebiete sind der Bau von Produktionshallen, wo sie Stahlskelette fertigen, der Schiffsbau und überall dort, wo groß dimensionierte Bauteile benötigt werden, etwa im Brückenbau oder bei der Herstellung von Masten und Offshore-Anlagen. Außerdem sind sie mit der Herstellung und Inbetriebnahme von Aufzügen und Förderanlagen betraut. Darüber hinaus gehören Schweißarbeiten wie auch die schweißtechnische Vor- und Nachbehandlung von Stahlkonstruktionen zu ihrem Kompetenzbereich. Ihre Aufgaben liegen vor allem in der Fertigung bzw. Montage, aber auch der Instandhaltung und in der Qualitätssicherung.
Mit dem erfolgreichen Abschluss der Berufsausbildung ist die berufliche Bildung für Konstruktionsmechaniker/innen nicht beendet. Neue Entwicklungen, z.B. in den Bearbeitungsverfahren, neue Werkstoffe oder Veränderungen in der Schiffsbau-, Anlagen- oder Fördertechnik erfordern ständige Weiterbildungsbereitschaft. Durch Seminare zu Themen wie Stahl- und Metallbau, Blechbe- und -verarbeitung, Behälterbau, Betriebsanlagenmechanik, -überwachung, Montagetechnik, NC-/CNC-/DNC-Technik oder Metallverformung können sich die Fachkräfte beruflich auf dem Laufenden halten. Auch der Erwerb von Zertifikaten für weitere Schweißverfahren ist sinnvoll, da spezifische Werkstoffe und Produkte nur von Fachkräften geschweißt werden dürfen, die die dafür erforderlichen Berechtigungen haben. Die Schweißberechtigungen für abnahmepflichtige Schweißungen gelten nur für einen bestimmten Zeitraum. Für eine Verlängerung sind bestimmte Prüfungen erforderlich.
Weiterbildung ist auch der Schlüssel zum Aufstieg in leitende Funktionen. Nach entsprechender Berufspraxis können Konstruktionsmechaniker/innen z.B. die Prüfung als Industriemeister/in der Fachrichtung Metall ablegen, eine Fortbildung als Metallbautechniker/in oder Konstrukteur/in absolvieren.
Für Personen mit einer Hochschulzugangsberechtigung ist ebenso ein Studium denkbar, z.B. des Maschinenbaus. Konstruktionsmechaniker/in ist ein anerkannter Ausbildungsberuf nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG).
Der Monoberuf wird ohne Spezialisierung nach Fachrichtungen oder Schwerpunkten in der Industrie ausgebildet, verfügt jedoch über Differenzierungsmöglichkeiten durch betriebliche Einsatzgebiete.
Die Ausbildung erfolgt in der Regel im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule .
Eine schulische Ausbildung wird ebenfalls angeboten.
Die Ausbildung dauert 3 1/2 Jahre.
Zugang:
Grundsätzlich wird - wie bei allen anerkannten, nach dem Berufsbildungsgesetz oder der Handwerksordnung geregelten Ausbildungsberufen - keine bestimmte schulische oder berufliche Vorbildung rechtlich vorgeschrieben.
Die Betriebe stellen vor allem Auszubildende mit einem mittleren Bildungsabschluss ein. Den Hauptschulabschluss besitzen etwas weniger als zwei Fünftel der angehenden Konstruktionsmechaniker/innen.
Eine Starthilfe zum Ausbildungszugang bietet Jugendlichen ohne Ausbildungsplatz das Sonderprogramm zur Einstiegsqualifizierung (EQJ). Informationen zur Einstiegsqualifizierung "Metall - Bauteileherstellung" finden Sie unter:
Einstiegsqualifizierung
Vergütung:
Die Berufsausbildung im Ausbildungsberuf Konstruktionsmechaniker/in erfolgt im Ausbildungsbereich Industrie und Handel. Die Auszubildenden erhalten eine monatliche Vergütung, die auch tarifvertraglich geregelt sein kann.
Ausbildung und Ausbildungsmittel sind für die Auszubildenden kostenfrei. Kosten bzw. Kostenbeiträge können jedoch bei Ausbildungsmaßnahmen außerhalb der Ausbildungsstätte und für Lernmittel entstehen.
Nach § 59 Sozialgesetzbuch III wird die Berufsausbildung unter bestimmten Voraussetzungen mit Berufsausbildungsbeihilfe gefördert: Informationen der Bundesagentur für Arbeit zur Berufsausbildungsbeihilfe
Auszubildende erhalten eine monatliche Ausbildungsvergütung, deren Höhe meist tarifvertraglich festgelegt wird.
Die durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung pro Monat in Euro betrug im Jahr 2005 für diesen Ausbildungsberuf in den einzelnen Ausbildungsjahren:
Bereich Industrie und Handel/ Alte Bundesländer:
1. Ausbildungsjahr: € 692
2. Ausbildungsjahr: € 732
3. Ausbildungsjahr: € 787
4. Ausbildungsjahr: € 837
Neue Bundesländer:
1. Ausbildungsjahr: € 663
2. Ausbildungsjahr: € 710
3. Ausbildungsjahr: € 765
4. Ausbildungsjahr: € 804
Quelle: Datenbank Ausbildungsvergütungen (DAV) des Bundesinstituts für Berufsbildung (BiBB). Die Daten der DAV resultieren aus regelmäßigen Auswertungen und Analysen der tariflichen Ausbildungsvergütungen durch das Bundesinstitut für Berufsbildung (BiBB). Sie werden jedes Jahr veröffentlicht.
Text-Quelle: www.berufenet.de
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