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Metallbauer/in für Metallgestaltung - BERUFE Portal
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Metallbauer/in für Metallgestaltung

Worum geht es?

Metallbauer/innen der Fachrichtung Metallgestaltung stellen geschmiedete Bauteile, Architekturelemente und Gebrauchsgegenstände her, montieren sie und halten sie instand. Sie restaurieren auch historische Schmiedeerzeugnisse.

Wo arbeitet man, wo wird man eingesetzt?

Metallbauer/innen der Fachrichtung Metallgestaltung arbeiten vor allem in Metallbaubetrieben, die sich auf die Herstellung, Montage und Reparatur von geschmiedeten Bauteilen spezialisiert haben. Dies sind z.B. Beschlag- und Kunstschmieden, die Dekorationsgegenstände herstellen, oder Betriebe, die Werkzeugteile, Wellen oder Kurbeln fertigen. Im eher kunsthandwerklichen Bereich restaurieren oder fertigen sie z.B. Kerzenleuchter, Beschläge für Möbel oder auch Waffen und Rüstungen. Darüber hinaus sind sie in Metallbaubetrieben beschäftigt, die Metalltüren, -tore oder Geländer herstellen.

Meist sind sie in Werkstätten und Werkhallen tätig, Kundengespräche führen sie in Büroräumen. Beim Kunden montieren oder übergeben sie die fertigen Teile. Auf Montageeinsätzen sind sie teilweise auch bundesweit unterwegs.

Und wann?

Metallbauer/innen der Fachrichtung Metallgestaltung arbeiten in der Regel tagsüber an fünf Tagen pro Woche. Wenn Fertigungstermine drängen oder auf Montageeinsätzen können auch Überstunden oder Wochenendarbeit anfallen. In größeren Betrieben wird teilweise im Schichtbetrieb gearbeitet.

Wie wrd hier gearbeitet, was macht man alles?

Zunächst setzen Metallbauer/innen der Fachrichtung Metallgestaltung die Kundenwünsche in Zeichnungen oder auch Modelle um, die ihnen bei der maßgetreuen Fertigung als Arbeitsgrundlage dienen. In der Werkhalle fertigen sie dann z.B. Kerzenleuchter, Metalltore oder Werkzeugteile.

Sie schmieden Bleche und Metallstangen per Hand oder mit Hilfe von verschiedenen Maschinen. Zum Schutz vor teilweise heißen Metallen tragen sie eine Lederschürze, Handschuhe und eine Schutzbrille. Auch beim Schweißen ist ein Augenschutz unumgänglich. Neben Muskelkraft, die auch bei der Montage der Werkstücke zum Einsatz kommt, ist technisches Geschick erforderlich, wenn sie computergesteuerte Fräs- und Zuschnittmaschinen einrichten, bedienen oder warten. Dabei lässt sich der Kontakt mit Öl und Schmiermitteln nicht vermeiden. Gegen die Lärmbelastung beim Abkanten, Sägen oder Schleifen von Metall tragen sie Gehörschutz.

Konzentriert fügen sie die Einzelteile zusammen. Auf den Millimeter genau müssen diese passen, damit das Werkstück den Vorgaben entspricht. Wenn sie die Oberflächen nachbearbeiten und schützen, kommen Chemikalien wie Lacke oder Lösungsmittel zum Einsatz. Ist das Werkstück fertig, wird es dem Kunden übergeben oder vor Ort montiert. Schwindelfrei und sicher bewegen sich Metallbauer/innen auf den Gerüsten, um z.B. die gefertigten Ziergitter für Fenster anzubringen. Dabei müssen sie sich schon mal bücken oder über Kopf arbeiten, selbstverständlich mit Schutzhelm. Recht zugig geht es bisweilen auf den Montagebühnen und Gerüsten zu. Regen, Kälte oder brütende Hitze- bei der Arbeit auf der Baustelle kann auf das Wetter oft keine Rücksicht genommen werden.

Normalerweise arbeiten sie tagsüber. Wenn Fertigungstermine eingehalten werden müssen, fallen auch mal Überstunden an. Manche Betriebe nehmen auch Aufträge an, die einen weiteren Anfahrtsweg erfordern. Metallbauer/innen sind vielfach zu Montageeinsätzen auf Baustellen unterwegs, auch bundesweit. Nicht immer kann man zur gewohnten Zeit Feierabend machen. Wenn sie in größeren Betrieben tätig sind, ist auch Schichtarbeit nicht ungewöhnlich.

In der Werkstatt oder Werkhalle erteilen ihnen Metallbauermeister/innen, Techniker/innen oder Schichtleiter/innen ihre Aufträge. Manchmal nehmen sie auch selbst im Gespräch mit den Kunden die Aufträge entgegen oder ermitteln die Maße vor Ort. Kundenberatung und -betreuung werden groß geschrieben. Während der Arbeit arbeiten sie alleine oder auch im Team mit Kollegen. Bei der Montage gehen ihnen bei größeren Objekten Fach- oder Hilfskräfte zur Hand.

Womit arbeitet man?

Metallbauer/innen der Fachrichtung Metallgestaltung stellen geschmiedete Metallgegenstände her, z.B. Tore, Gitter, Geländer, Umwehrungen, Laternen, Grableuchten sowie Zier- und Gebrauchsgegenstände des täglichen Lebens. Zum Teil restaurieren sie auch historische Objekte wie sakrale Gegenstände, Waffen und Rüstungen. Grundlage für die Tätigkeit sind meist eigene, zum Teil nach Kundenwunsch erstellte Entwürfe und Skizzen, Bau- und Montagezeichnungen, aber auch Fotografien und selbst gefertigte Modelle. Für die Bearbeitung der Werkstoffe - vor allem Baustähle, legierte Stähle und Kupferlegierungen - bedienen sie unterschiedliche Anlagen und Maschinen, z.B. Schmiedeöfen, Schweiß- und Lötgeräte, Umformmaschinen, Schleif- und Bohrmaschinen, aber auch Handwerkzeuge. Zu ihrem Schutz tragen sie entsprechende Arbeitskleidung wie Schweißbrille, Lederschürze, Hand- und Sicherheitsschuhe. Transport- und Hebegeräte erleichtern den Umgang mit großen Objekten. Mit Gliedermaßstab, Schieblehre, Winkelmesser und Bandmaß messen und überprüfen sie die Maßhaltigkeit der Bauteile.

Und mit wem?

Sie arbeiten allein oder im Team mit anderen Fachkräften aus den Bereichen Metallbau und Metallgestaltung. Metallbauermeister/innen, Techniker/innen oder, in großen Betrieben, Schichtleiter/innen erteilen ihnen die nötigen Anweisungen. Bei ihrer Tätigkeit haben sie oft auch mit Hilfskräften zu tun, die ihnen zuarbeiten. Gegebenenfalls weisen sie Auszubildende ein. Da sie meist speziell beauftragte Einzelstücke herstellen, haben sie häufig Kontakt zu Kunden.

Zukunft: Was kommt später?

Beschäftigung finden Metallbauer und Metallbauerinnen für Metallgestaltung vor allem in Betrieben der Metalltechnik, z.B. in Schlossereien, in Schmieden, in Schweißereien sowie in Reparaturwerkstätten. Dort können sie sich auf Teilbereiche, beispielsweise auf Bauschmiede- oder Kunstschmiedearbeiten, spezialisieren.

Mit dem erfolgreichen Abschluss der Berufsausbildung ist die berufliche Bildung nicht beendet. Neuentwicklungen - etwa im Bereich der Steuerungstechnik - oder neuartige Werkstoffe erfordern ein ständiges Aktualisieren des fachlichen Wissens. Dazu können Metallbauer/innen geeignete Seminare und Kurse belegen. Mögliche Themen sind Stahl- und Metallbau, Schmiederei, Behälter- und Apparatebau, Blechver- und -bearbeitung, historische Materialkunde, Restaurierungstechniken im Metallbauerhandwerk oder Schweißen im Stahl- und Metallbau.

Darüber hinaus können Metallbauer/innen für Metallgestaltung eine Fortbildung absolvieren, z.B. zum/zur Metallbauermeister/in, Metallbautechniker/in oder Konstrukteur/in. Die Fortbildung zum/zur Hufbeschlagschmied/in steht ihnen ebenfalls offen; sie kann verkürzt werden, wenn in der Ausbildung bereits der Kernbereich Hufbeschlag durchlaufen wurde.

Wenn sie über die erforderliche Hochschulreife verfügen, können sie auch ein Studium anstreben. Naheliegend ist z.B. ein Studiengang im Bereich Produktdesign - Metallgestaltung.

Außerdem besteht die Möglichkeit, sich z.B. mit einer Schlosserei, Schweißerei oder entsprechenden Reparaturwerkstatt selbstständig zu machen. Hierfür ist in diesem zulassungspflichtigen Handwerk eine Eintragung in die Handwerksrolle erforderlich. Voraussetzung ist entweder eine erfolgreich absolvierte Meisterprüfung, ein entsprechender Abschluss einer Hochschule oder einer Fachschule für Technik, eine Ausübungsberechtigung oder eine Ausnahmebewilligung. Künftige Betriebsinhaber/innen oder deren angestellte Betriebsleiter/innen müssen eine der genannten Voraussetzungen erfüllen.

Zur Ausbildung

Metallbauer/in ist ein anerkannter Ausbildungsberuf nach der Handwerksordnung (HwO).

Dieser Beruf wird im Handwerk in den folgenden Fachrichtungen ausgebildet:

  • Metallgestaltung

  • Konstruktionstechnik

  • Nutzfahrzeugbau

Die Ausbildung erfolgt in der Regel im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule .

Eine schulische Ausbildung wird ebenfalls angeboten.

Die Ausbildung dauert 3 1/2 Jahre.

 

Grundsätzlich wird - wie bei allen anerkannten, nach dem Berufsbildungsgesetz oder der Handwerksordnung geregelten Ausbildungsberufen - keine bestimmte schulische oder berufliche Vorbildung rechtlich vorgeschrieben.

Die Betriebe stellen im Ausbildungsberuf Metallbauer/in (alle Fachrichtungen) überwiegend Auszubildende mit Hauptschulabschluss ein. Ein Viertel der Auszubildenden besitzt einen mittleren Bildungsabschluss .

Eine Starthilfe zum Ausbildungszugang bieten Jugendlichen ohne Ausbildungsplatz das Sonderprogramm zur Einstiegsqualifizierung (EQJ) bzw. die Qualifizierungsbausteine im Handwerk.

Informationen zur Einstiegsqualifizierung "Metall - Bauteileherstellung" finden Sie unter:

Einstiegsqualifizierung

Informationen zu den Qualifizierungsbausteinen für den Beruf Metallbauer/in der Fachrichtung Metallgestaltung finden Sie unter:

Qualifizierungsbausteine im Handwerk

 

 Vergütung:

Metallbauer/innen der Fachrichtung Metallgestaltung werden in Handwerksbetrieben ausgebildet. Die Auszubildenden erhalten von den Unternehmen eine monatliche Ausbildungsvergütung.

Für die Auszubildenden ist die Ausbildung im Betrieb kostenfrei. Allerdings können für den Berufsschulunterricht - je nach Berufsschulstandort - sowie für Lehrgänge in überbetrieblichen Berufsbildungsstätten anteilig Fahrtkosten und Kosten für auswärtige Unterbringung entstehen. Über Förderungsmöglichkeiten für Auszubildende und Lehrgangsteilnehmer/innen informiert die Agentur für Arbeit.

 

Auszubildende erhalten eine monatliche Ausbildungsvergütung, deren Höhe meist tarifvertraglich festgelegt wird.

Die durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung pro Monat in Euro betrug im Jahr 2005 für diesen Ausbildungsberuf in den einzelnen Ausbildungsjahren:

Bereich Handwerk/ Alte Bundesländer:

1. Ausbildungsjahr: € 453

2. Ausbildungsjahr: € 495

3. Ausbildungsjahr: € 559

4. Ausbildungsjahr: € 612

Neue Bundesländer:

1. Ausbildungsjahr: € 329

2. Ausbildungsjahr: € 376

3. Ausbildungsjahr: € 421

4. Ausbildungsjahr: € 466

 

Quelle: tenbank Ausbildungsvergütungen (DAV) des Bundesinstituts für Berufsbildung (BiBB). e Daten der DAV resultieren aus regelmäßigen Auswertungen und Analysen der tariflichen Ausbildungsvergütungen durch das Bundesinstitut für Berufsbildung (BiBB). Sie werden jedes Jahr veröffentlicht.

 

Text-Quelle:www.berufenet.de

 

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