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Metallbauer/innen der Fachrichtung Konstruktionstechnik stellen Stahl- und Metallbaukonstruktionen her, montieren sie und halten sie instand. Sie bauen auch steuerungstechnische Systeme und Bauteile ein und warten sie. Metallbauer/innen der Fachrichtung Konstruktionstechnik arbeiten überwiegend in Handwerksbetrieben des Metallbaus. Im Stahl- und Leichtmetallbau fertigen, montieren und reparieren sie z.B. Tore, Fenster, Geländer und Treppen. Beschäftigt sind sie auch in Betrieben, die sich auf die Verarbeitung von Metall im Aus- oder Hochbau spezialisiert haben, etwa in Dachdeckerbetrieben oder Fassadenbauunternehmen. In Betrieben, in denen es um das Bohren, Fräsen, Richten oder Schweißen von metallischen Werkstücken geht, sind sie ebenfalls zu finden.
Sie sind in Werkstätten, in Werkhallen oder bei Montagearbeiten meist auf Baustellen tätig, hier zum Teil im Freien. Je nach Betrieb sind sie bundesweit unterwegs, teilweise auch im angrenzenden Ausland. Metallbauer/innen der Fachrichtung Konstruktionstechnik arbeiten in der Regel tagsüber an fünf Tagen pro Woche. Wenn Fertigungstermine drängen, können auch Überstunden oder Wochenendarbeit anfallen. In größeren Betrieben ist mit Schichtarbeit zu rechnen. Bei teilweise bundesweiten Montageeinsätzen kann es zu Abweichungen von den gewohnten Arbeitszeiten kommen, gegebenenfalls übernachten sie am Montageort. In der Werkhalle fertigen Metallbauer/innen der Fachrichtung Konstruktionstechnik z.B. Fenster, Geländer und Treppen, aber auch Blitzschutzanlagen oder Gewächshäuser. Zur Herstellung geht es aus dem Büroraum in die Werkstatt. Ist das Werkstück fertig, wird es dem Kunden übergeben oder vor Ort unter freiem Himmel montiert. Schwindelfrei und sicher bewegen sie sich auf den Gerüsten, um z.B. Tore oder Sonnenschutzanlagen anzubringen. Dabei müssen sie sich schon mal bücken oder über Kopf arbeiten, selbstverständlich mit Schutzhelm.
Sie tragen Metallplatten und -stangen, biegen und formen sie per Hand oder mit Hilfe verschiedener Maschinen um. Bei der Montage der Werkstücke müssen sie ebenfalls kräftig zupacken, auch wenn Hebezeuge die Arbeit erleichtern. Neben Muskelkraft ist handwerkliches und technisches Geschick erforderlich, wenn sie computergesteuerte Fräs- und Zuschnittmaschinen einrichten, bedienen oder warten. Konzentriert und sorgfältig kanten sie die zugeschnittenen Rohlinge auf die gewünschte Länge, biegen Bleche und bringen Bohrungen an. Auf den Millimeter genau müssen diese passen, damit das Werkstück den Vorgaben entspricht - teilweise selbst angefertigten Zeichnungen oder auch Modellen.
Beim Brennschneiden, Trennschleifen und Sägen sind Maschinenlärm und Metallstaub unvermeidbar. An Maschinen kommen Metallbauer/innen oft mit Metallabrieb, Schmier- und Kühlmitteln in Berührung. Beim Schweißen, Löten und Kleben entstehen trotz Entlüftungseinrichtungen Rauchgase und Dämpfe, aber auch gefährliche Lichtstrahlen und starke Hitze. Um Verletzungen vorzubeugen, tragen sie Schutzkleidung: Je nach Arbeit sind Schweißschutzschild, Schutzbrille oder auch Gehörschutz unverzichtbar. Sicherheitsschuhe mit eingearbeiteten Stahlsohlen sorgen dafür, dass sich zum Beispiel keine auf dem Boden liegenden Metallspäne durch die Schuhe bohren.
Normalerweise arbeiten sie tagsüber. Wenn Fertigungstermine eingehalten werden müssen, fallen schon mal Überstunden an. Manche Betriebe nehmen Aufträge an, die einen weiteren Anfahrtsweg erfordern. Metallbauer/innen sind vielfach zu Montageeinsätzen auf Baustellen unterwegs, z.T. bundesweit. Manche Betriebe sind in anderen europäischen Ländern tätig. Nicht immer kann man zur gewohnten Zeit Feierabend machen, gegebenenfalls übernachten sie am Montageort. Wenn sie in größeren Betrieben tätig sind, ist Schichtarbeit nicht ungewöhnlich.
In der Werkstatt oder Werkhalle erteilen ihnen Metallbauermeister/innen, Techniker/innen oder Schichtleiter/innen ihre Aufträge. Manchmal nehmen sie auch selbst im Gespräch mit den Kunden die Aufträge entgegen oder ermitteln die Maße vor Ort. Kundenberatung und -betreuung werden groß geschrieben. Sie weisen Kunden kompetent und freundlich in die Bedienung z.B. von Schließ- und Sicherheitsanlagen ein oder halten Rücksprache während der Auftragsabwicklung. Sie arbeiten allein oder auch im Team mit anderen Kollegen. Fach- oder Hilfskräfte gehen ihnen bei der Montage von größeren Objekten zur Hand. Bei ihren bundes- und teilweise europaweiten Montageeinsätzen besteht selten das gesamte Team aus Menschen gleicher Sprache oder Nationalität. Mit einigen Kollegen können sie sich nur in einer Fremdsprache verständigen.
Verlässliches, den Anweisungen der Vorgesetzten entsprechendes Arbeiten ist besonders im Hinblick auf die Einhaltung von Sicherheitsvorschriften wichtig, um weder sich noch andere Mitarbeiter zu gefährden. Metallbauer/innen der Fachrichtung Konstruktionstechnik bauen, montieren und reparieren Bauteile des Metall- und Stahlbaus wie zum Beispiel Überdachungen, Metallfassaden, Schutzgitter, Sonnen- und Blitzschutzanlagen, aber auch größere Metallkonstruktionen wie Hallen, Garagen und Gewächshäuser. Dabei bearbeiten sie vor allem Bleche und Profile aus Leichtmetallen, Baustähle und Kunststoffe. Auch vorgefertigte Norm- und Zubehörteile kommen zum Einsatz, etwa automatische Steuerungen und mechanische, hydraulische und elektrische Antriebe.
Grundlage für die Tätigkeiten sind technische Zeichnungen, Schweiß- und Montagepläne, Einbauanweisungen, aber auch eigene Entwürfe und Skizzen. Für die Bearbeitung der Werkstoffe bedienen sie unterschiedliche Anlagen und Maschinen, z.B. Sägemaschinen, Brennschneidanlagen, Winkelschleifmaschinen, Bohrmaschinen, Biege- und Abkantpressen, Schweißgeräte, aber auch Handwerkzeuge. Teilweise kommen auch CNC-gesteuerte Maschinen wie Laserschneidmaschinen zum Einsatz. Zu ihrem Schutz tragen sie entsprechende Arbeitskleidung wie Schweißbrille, Schutzhelm, Handschuhe und Sicherheitsschuhe. Arbeitsbühnen und Transport- und Fördermittel erleichtern ihnen die Arbeit. Mit Vermessungsgeräten, Nivellierinstrumenten, Gliedermaßstäben, Winkelmessern und Bandmaßen überprüfen sie die Maßhaltigkeit der Bauteile. Sie können mit modernen Informations- und Kommunikationssystemen umgehen, über das Internet recherchieren sie z.B. Zulieferer oder Regelungen, informieren sich über Neuerungen und Messen im Metallbau oder pflegen Kontakte zu Kollegen. Manche Betriebe präsentieren auf einer firmeneigenen Homepage ihr Angebot. Sie arbeiten allein oder im Team mit anderen Fachkräften aus den Bereichen Metallbau und Metallgestaltung sowie mit Schweiß- und Transportfachkräften. Metallbauermeister/innen, Techniker/innen oder, in großen Betrieben, Schichtleiter/innen erteilen ihnen die nötigen Anweisungen. Bei ihrer Tätigkeit haben sie oft auch mit Hilfskräften zu tun, die ihnen zuarbeiten. Gegebenenfalls weisen sie Auszubildende ein. Bei Reparaturen oder auf Montage haben sie Kontakte zu Auftraggebern, Bauherren, Hausmeistern und zu Fachkräften anderer Firmen, bei abnahmepflichtigen Schweißarbeiten auch zu Fachkräften von Überwachungsinstitutionen. Auf den Baustellen, vor allem wenn sie auf Montageeinsätzen im Ausland tätig sind, besteht selten das gesamte Team aus Menschen gleicher Sprache oder Nationalität. Die Verständigung ist teilweise nur in einer Fremdsprache möglich.
Verlässliches Arbeiten ist besonderes im Hinblick auf die Einhaltung von Sicherheitsvorschriften wichtig. Da Metallbauer/innen oft speziell beauftragte Einzelstücke herstellen, haben sie häufig Kontakt zu Kunden. Metallbauer/innen der Fachrichtung Konstruktionstechnik arbeiten nach Abschluss ihrer Ausbildung in Metallbaubetrieben, etwa im Stahl- und Blechkonstruktionsbau oder im Fassadenbau. Dort werden sie sich möglicherweise auf Teilbereiche, zum Beispiel die Montage oder den technischen Kundendienst, spezialisieren. Durch die gemeinsame Grundausbildung ist auch ein Wechsel in die Tätigkeitsbereiche der anderen Fachrichtungen (Metallgestaltung oder Nutzfahrzeugbau/Fahrzeugkonstruktionstechnik) möglich.
Mit dem erfolgreichen Abschluss der Berufsausbildung ist die berufliche Bildung nicht beendet. Um den jeweiligen Anforderungen des Arbeitsalltags gerecht zu werden, ist es notwendig, immer über aktuelles Fachwissen zu verfügen sowie Neuerungen zu kennen und anzuwenden. Neuentwicklungen wie zum Beispiel das Laserstrahlschneiden, die ständige Weiterentwicklung der Steuerungstechnik oder der Einsatz neuartiger Werkstoffe machen eine kontinuierliche Weiterbildung erforderlich. Um beruflich auf dem Laufenden zu bleiben, können Metallbauer/innen der Fachrichtung Konstruktionstechnik geeignete Seminare und Kurse belegen. Mögliche Themen sind zum Beispiel Behälter- und Apparatebau, Leichtmetallbau, Blechverarbeitung, Schweißen im Stahl- und Metallbau sowie Korrosionsschutz im Stahl- und Metallbau. Die Notwendigkeit des Lernens wird sich durch das ganze Berufsleben ziehen.
Um sich beruflich weiterzuentwickeln, können Metallbauer/innen die Prüfung zum Metallbauermeister/zur Metallbauermeisterin ablegen oder eine Fortbildung absolvieren, beispielsweise zum Techniker/zur Technikerin für Metallbautechnik oder zum Konstrukteur/zur Konstrukteurin.
Auch der Schritt in die Selbstständigkeit ist möglich, z.B. durch Gründung, Übernahme oder als Teilhaber/in eines Betriebs des Metallbauerhandwerks oder des verwandten Feinwerkmechaniker- oder Landmaschinenmechanikerhandwerks. Hierfür ist in diesen zulassungspflichtigen Handwerken eine Eintragung in die Handwerksrolle erforderlich. Voraussetzung ist entweder eine erfolgreich absolvierte Meisterprüfung, ein entsprechender Abschluss einer Hochschule oder einer Fachschule für Technik, eine Ausübungsberechtigung oder eine Ausnahmebewilligung. Künftige Betriebsinhaber/innen oder deren angestellte Betriebsleiter/innen müssen eine der genannten Voraussetzungen erfüllen. Metallbauer/in ist ein anerkannter Ausbildungsberuf nach der Handwerksordnung (HwO).
Dieser Beruf wird im Handwerk in den folgenden Fachrichtungen ausgebildet: Konstruktionstechnik Metallgestaltung Nutzfahrzeugbau
Die Ausbildung dauert 3 1/2 Jahre.
Grundsätzlich wird - wie bei allen anerkannten, nach dem Berufsbildungsgesetz oder der Handwerksordnung geregelten Ausbildungsberufen - keine bestimmte schulische oder berufliche Vorbildung rechtlich vorgeschrieben.
Die Betriebe stellen im Ausbildungsberuf Metallbauer/in (alle Fachrichtungen) überwiegend Auszubildende mit Hauptschulabschluss ein. Ein Viertel der Auszubildenden besitzt einen mittleren Bildungsabschluss .
Eine Starthilfe zum Ausbildungszugang bieten Jugendlichen ohne Ausbildungsplatz das Sonderprogramm zur Einstiegsqualifizierung (EQJ) bzw. die Qualifizierungsbausteine im Handwerk.
Informationen zur Einstiegsqualifizierung "Metall - Bauteileherstellung" finden Sie unter:
Einstiegsqualifizierung
Informationen zu den Qualifizierungsbausteinen für den Beruf Metallbauer/in der Fachrichtung Konstruktionstechnik finden Sie unter:
Qualifizierungsbausteine im Handwerk
Metallbauer/innen der Fachrichtung Konstruktionstechnik werden in Handwerksbetrieben ausgebildet. Die Auszubildenden erhalten von den Unternehmen eine monatliche Ausbildungsvergütung.
Für die Auszubildenden ist die Ausbildung im Betrieb kostenfrei. Allerdings können für den Berufsschulunterricht - je nach Berufsschulstandort - sowie für Lehrgänge in überbetrieblichen Berufsbildungsstätten anteilig Fahrtkosten und Kosten für auswärtige Unterbringung entstehen. Über Förderungsmöglichkeiten für Auszubildende und Lehrgangsteilnehmer/innen informiert die Agentur für Arbeit.
Auszubildende erhalten eine monatliche Ausbildungsvergütung, deren Höhe meist tarifvertraglich festgelegt wird.
Die durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung pro Monat in Euro betrug im Jahr 2005 für diesen Ausbildungsberuf in den einzelnen Ausbildungsjahren:
Bereich Handwerk/ Alte Bundesländer:
1. Ausbildungsjahr: € 453
2. Ausbildungsjahr: € 495
3. Ausbildungsjahr: € 559
4. Ausbildungsjahr: € 612
Neue Bundesländer:
1. Ausbildungsjahr: € 329
2. Ausbildungsjahr: € 376
3. Ausbildungsjahr: € 421
4. Ausbildungsjahr: € 466
Quelle: Datenbank Ausbildungsvergütungen (DAV) des Bundesinstituts für Berufsbildung (BiBB). Die Daten der DAV resultieren aus regelmäßigen Auswertungen und Analysen der tariflichen Ausbildungsvergütungen durch das Bundesinstitut für Berufsbildung (BiBB). Sie werden jedes Jahr veröffentlicht.
Text-Quelle: www.berufenet.de
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