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Technische/r Zeichner/in Maschinen- und Anlagentechnik

Worum geht es?

Technische Zeichner/innen der Fachrichtung Maschinen- und Anlagentechnik setzen die Vorgaben von Konstrukteuren und Konstrukteurinnen in Pläne und technische Unterlagen um. Sie fertigen vor allem technische Zeichnungen für den Neubau, die Entwicklung und die Modernisierung von Maschinen, Geräten und Fahrzeugen.

Wo arbeitet man, wo wird man eingesetzt?

Technische Zeichner/innen der Fachrichtung Maschinen- und Anlagentechnik arbeiten vor allem in den Konstruktionsbüros von Betrieben des Maschinen-, Anlagen- und Fahrzeugbaus sowie in Ingenieurbüros für technische Fachplanung. Darüber hinaus können sie auch im Werkzeugbau oder in der Herstellung von elektrischen Mess-, Steuerungs- und Navigationsinstrumenten tätig sein.

Sie arbeiten im Büro, wo sie überwiegend am Computer die Vorgaben von Konstrukteuren in technische Zeichnungen umsetzen. Manche Technische Zeichner/innen sind Teleworker/innen: Computer und Internet ermöglichen es ihnen, ihren Arbeitsplatz im Büro mit dem heimischen Arbeitszimmer zu tauschen oder zu wechseln.

Und wann?

Technische Zeichner/innen der Fachrichtung Maschinen- und Anlagentechnik arbeiten werktags, in der Regel von Montag bis Freitag. Wenn allerdings die Zeit drängt, da Fertigstellungstermine eingehalten werden müssen, dann fallen ab und zu Überstunden an und es kann abends spät werden. Termindruck ist in diesem Beruf kein Fremdwort! Eine Erleichterung bedeutet es aber, wenn Telearbeit möglich ist, und Technische Zeichner/innen zwischen ihrem Büro im Betrieb und dem Rechner daheim wechseln und sich ihre Arbeitszeit flexibler einteilen können.

Wie wird hier gearbeitet, was macht man alles?

Technische Zeichnungen, Skizzen und Pläne beherrschen den Arbeitsalltag von Technischen Zeichnern und Zeichnerinnen der Fachrichtung Maschinen- und Anlagentechnik. Grundlagen für diese Arbeit sind Zeichnungs- und Werkstoffnormen, Tabellen und Konstruktionsrichtlinien. In Konstruktions- oder Zeichensälen, oft bei künstlicher Beleuchtung, verbringen Technische Zeichner/innen die meiste Zeit an ihrem Schreibtisch vor dem Computerbildschirm. Mit CAD-Programmen setzen sie Vorlagen, z.B. Skizzen, Entwurfszeichnungen oder mündliche Anordnungen, in präzise Zeichnungen um. Manche Zeichnungen werden noch auf konventionelle Weise angefertigt, z.B. stehend oder sitzend am Zeichenbrett und mit der Zeichenmaschine. Dabei befindet sich das Zeichenbrett oft auf Augenhöhe.

Manche Technischen Zeichner/innen sind Teleworker/innen: Computer und Internet ermöglichen es, ihre Aufgaben auch vom heimischen Arbeitszimmer aus wahrzunehmen.

Technische Zeichner/innen arbeiten eng mit Konstrukteuren/Konstrukteurinnen, Planungsingenieuren/-ingenieurinnen oder Architekten/Architektinnen zusammen. Ihre Aufgaben erledigen sie eigenständig, dennoch ist Teamgeist gefragt, z.B. wenn große Projekte in Angriff genommen werden. Zu den Auftraggebern der Firmen, in denen sie tätig sind, gehören nicht selten auch ausländische Kunden oder Geschäftspartner. Beim Kundenkontakt spielt deshalb Englisch, die Sprache der Technik, eine wichtige Rolle.

Da Termine eingehalten werden müssen, drängt manchmal die Zeit und es fallen schon mal Überstunden an. Dennoch müssen die Zeichnungen bis ins letzte Detail stimmen und präzise ausgeführt sein. Deshalb ist konzentriertes Arbeiten wichtig.

Womit arbeitet man?

Technische Zeichner/innen der Fachrichtung Maschinen- und Anlagentechnik fertigen Pläne, grafische Darstellungen, Entwürfe und Reinzeichnungen an. Diese erstellen sie am Schreibtisch mittels Computer und einschlägiger Software, insbesondere CAD, unter Beachtung technischer Normen und Konstruktionsrichtlinien. Zum Ausdruck verwenden sie Plotter. Gelegentlich können auch noch konventionelle Arbeitsmittel wie Zeichenbretter und Zeichenmaschinen und Utensilien wie Tuschefüller oder Lineal zum Einsatz kommen. Als Arbeitsunterlage dient ihnen auch Fachliteratur. Für Berechnungen verwenden sie Taschenrechner, für Rückfragen und Datenübermittlung nutzen sie die üblichen Telekommunikationsmittel.

Und mit wem?

Technische Zeichner/innen der Fachrichtung Maschinen- und Anlagentechnik arbeiten überwiegend alleine, zeitweise auch im Team mit ihren Kollegen. Weitere Kontakte bestehen zu Technikern/Technikerinnen. Von Konstrukteuren/Konstrukteurinnen oder Ingenieuren/Ingenieurinnen erhalten sie schriftliche Vorgaben oder besprechen mit ihnen, was genau zu tun ist. Gelegentlich stehen sie mit Kunden und Auftraggebern in Verbindung.

Teleworker/innen, die zuhause ihre Arbeit erledigen, tauschen sich mit ihren Kollegen und Vorgesetzten über Telefon, Telefaxe oder E-Mails aus.

Zukunft: Was kommt später?

Nach der Ausbildung arbeiten Technische Zeichner und Zeichnerinnen vor allem in Konstruktionsbüros in den unterschiedlichsten Betrieben, zum Beispiel in der Maschinenbau- oder Fahrzeugbaubranche sowie in Ingenieur- und Planungsbüros. Sie setzen bei ihrer Arbeit die Vorgaben von Konstrukteuren und Konstrukteurinnen in technische Zeichnungen, Pläne und Unterlagen um, prüfen und verwalten diese.

Mit dem erfolgreichen Abschluss der Ausbildung ist die berufliche Bildung für sie noch nicht beendet: Rasche technische Entwicklungen, insbesondere im EDV-Bereich, in der elektronischen Konstruktionstechnik und nicht zuletzt im Bereich der Maschinen- und Anlagentechnik, erfordern die Bereitschaft, sich auch nach beendeter Berufsausbildung weiterbilden. Dazu können die Technischen Zeichner/innen geeignete Seminare und Kurse belegen. Mögliche Themen sind zum Beispiel Technisches Zeichnen, CAD, CAD in Maschinenbau, Anlagenbau, Werkzeugbau, Konstruktion und Normung in den Bereichen CAD und Technisches Zeichnen. Vor dem Hintergrund gewonnener Berufserfahrung sichert eine passende Weiterbildung die berufliche Position oder bildet die Grundlage für berufliche Veränderungen. Welches Wissen und welche Fähigkeiten erworben werden, hängt vor allem von den eigenen Interessen und Zielen sowie vom Arbeitsplatz ab. Die Notwendigkeit des Lernens wird sich jedoch durch das ganze Berufsleben ziehen.

Für besonders erfahrene Fachkräfte gibt es innerbetriebliche Aufstiegsmöglichkeiten bis hin zur mittleren Führungsebene, von der Teilkonstruktion über die Konstrukteursebene bis hin zu Aufgaben in der Gruppenleitung.

Um sich beruflich weiterzuentwickeln, können die Technischen Zeichner/innen beispielsweise eine Weiterbildung zum Techniker/zur Technikerin für Maschinentechnik mit den Schwerpunkten Fertigungstechnik bzw. Metallbautechnik oder zum Konstrukteur/zur Konstrukteurin absolvieren. Mit der erforderlichen Hochschulzugangsberechtigung können sie zudem ein Studium beginnen: Dabei bieten sich insbesondere Studiengänge des Maschinenbaus mit dem Schwerpunkt Konstruktionstechnik oder der Verfahrenstechnik mit dem Schwerpunkt Anlagentechnik an.

Möglich ist auch der Schritt in die Selbstständigkeit: Technische Zeichner/innen können sich beispielsweise durch Gründung, Übernahme oder als Teilhaber eines Zeichen- bzw. CAD-Büros eine Existenz aufbauen.

Zur Ausbildung

Technische/r Zeichner/in ist ein anerkannter Ausbildungsberuf nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG).

Dieser Beruf wird in Industrie und Handwerk in den folgenden Fachrichtungen ausgebildet:

  • Maschinen- und Anlagentechnik

  • Elektrotechnik

  • Heizungs-, Klima- und Sanitärtechnik

  • Holztechnik

  • Stahl- und Metallbautechnik

Die Ausbildung erfolgt in der Regel im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule .

Eine schulische Ausbildung wird ebenfalls angeboten.

Die Ausbildung dauert 3 1/2 Jahre.

 

Zugang:

In der Regel wird für den Zugang zur Tätigkeit eine abgeschlossene Berufsausbildung als Technische/r Zeichner/in der Fachrichtung Maschinen- und Anlagentechnik erwartet. Auch CAD-Fachkräfte - Maschinenbau können Zugang zur Tätigkeit haben.

Grundsätzlich wird - wie bei allen anerkannten, nach dem Berufsbildungsgesetz oder der Handwerksordnung geregelten Ausbildungsberufen - keine bestimmte schulische oder berufliche Vorbildung rechtlich vorgeschrieben.

Die Betriebe stellen sowohl in der Industrie als auch im Handwerk überwiegend angehende Technische Zeichner/innen (alle Fachrichtungen) mit einem mittleren Bildungsabschluss ein.

Im Bereich Industrie verfügt gut ein Fünftel der Auszubildenden über die Hochschulreife und knapp ein Zehntel über den Hauptschulabschluss .

Im Bereich Handwerk besitzt knapp ein Fünftel den Hauptschulabschluss und gut ein Siebtel die Hochschulreife.

Eine Starthilfe zum Ausbildungszugang bietet Jugendlichen ohne Ausbildungsplatz das Sonderprogramm zur Einstiegsqualifizierung (EQJ). Informationen zur Einstiegsqualifizierung "Technisches Zeichnen" finden Sie unter:

Einstiegsqualifizierung

 

Vergütung:

Technische Zeichner/innen werden in Industriebetrieben ausgebildet. Die Auszubildenden erhalten von den Unternehmen eine monatliche Ausbildungsvergütung.

Für die Auszubildenden ist die Ausbildung im Betrieb kostenfrei. Allerdings können für den Berufsschulunterricht - je nach Berufsschulstandort - sowie für Lehrgänge in überbetrieblichen Berufsbildungsstätten anteilig Fahrtkosten und Kosten für auswärtige Unterbringung entstehen. Über Förderungsmöglichkeiten für Auszubildende und Lehrgangsteilnehmer/innen informiert die Agentur für Arbeit.

 

Auszubildende erhalten eine monatliche Ausbildungsvergütung, deren Höhe meist tarifvertraglich festgelegt wird.

Die durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung pro Monat in Euro betrug im Jahr 2005 für diesen Ausbildungsberuf in den einzelnen Ausbildungsjahren:

 

Bereich Industrie und Handel/ Alte Bundesländer:

1. Ausbildungsjahr: € 680

2. Ausbildungsjahr: € 721

3. Ausbildungsjahr: € 776

4. Ausbildungsjahr: € 827

 

Neue Bundesländer:

1. Ausbildungsjahr: € 622

2. Ausbildungsjahr: € 667

3. Ausbildungsjahr: € 721

4. Ausbildungsjahr: € 758

 

Quelle: Datenbank Ausbildungsvergütungen (DAV) des Bundesinstituts für Berufsbildung (BiBB). Die Daten der DAV resultieren aus regelmäßigen Auswertungen und Analysen der tariflichen Ausbildungsvergütungen durch das Bundesinstitut für Berufsbildung (BiBB). Sie werden jedes Jahr veröffentlicht.

 

Text-Quelle: www.berufenet.de

 

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