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07-11-07 08:48
Pro Jahr verlassen in Deutschland knapp 80.000 Jugendliche die Schule ohne Abschluss. Diese Zahl wollen die Kultusminister in fünf Jahren halbieren. Auf ihrer Plenarsitzung vom 17. bis 18. Oktober haben sie ein Maßnahmenpaket beschlossen, mit dem sie dieses Ziel erreichen wollen.
Pro Jahr verlassen in Deutschland knapp 80.000 Jugendliche die Schule ohne Abschluss. Diese Zahl wollen die Kultusminister in fünf Jahren halbieren. Auf ihrer Plenarsitzung vom 17. bis 18. Oktober haben sie ein Maßnahmenpaket beschlossen, mit dem sie dieses Ziel erreichen wollen. Kernbereiche des Programms sind präventive Maßnahmen zur Vermeidung von Schul- und Ausbildungsabbrüchen sowie die Verbesserung der Ausbildungsreife durch - Förderung benachteiligter Schüler durch individuelle Kompetenzprofile,
- enge Kooperation von Haupt- und Förderschulen,
- Erweiterung von Ganztagsangeboten,
- zusätzlichen Sprachunterricht für Kinder mit Migrationshintergrund,
- praxis- und handlungsbezogene Unterrichtsgestaltung.
Ein weiteres umfangreiches Handlungsfeld ist die „verstärkte Begegnung mit der Arbeitswelt" durch: - die Einführung eines schulspezifischen Curriculums „Berufsorientierung“,
- Partnerschaften zwischen Schulen und Betrieben,
- frühzeitige Betriebspraktika,
- die Einführung eines Qualitätssiegels für Berufsorientierung.
Damit der Handlungsrahmen der Kultusminister keine bloße Absichtserklärung bleibt, sind die Aufgaben von Bund, Ländern, Schulen, Eltern und allen weiteren an der Umsetzung Beteiligten genauer festzulegen. Gleiches gilt für die Finanzierung der Maßnahmen.
Die Kultusminister bezeichnen ihr Maßnahmenpaket als gesamtgesellschaftliche Aufgabe, an der sich auch der Bund und die Wirtschaft beteiligen müssten. Der Bund darf sich jedoch seit der Föderalismusreform nicht mehr an der Finanzierung von Bund-Länder-Programmen für den Schulbereich beteiligen.
Der komplette Maßnahmenkatalog unter: http://www.good-practice.de/KMK_Handlungsrahmen_Schulabbrecher.pdf
(PDF, 145 KB)
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